Tai Chi

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Wie kam ich zum Tai Chi?
Als ich ein Kind war, sah ich oft in den Parks von Hong Kong ältere Menschen Tai Chi machen. „Wie langweilig!“, dachte ich. Später lernte ich als Student Karate. Ich war froh, mich verteidigen zu können. Bis mir in Zweikämpfen einige Knochen gebrochen wurden.

Nun suchte ich nach einem sanfteren Weg der Selbstverteidigung. Ich besann mich wieder auf die Kunst des Tai Chi. Vielleicht suchte ich auch nach einem Zugang zu der Ruhe und Gelassenheit, die ich damals in Hong Kong bei den Tai Chi-Praktizierenden gespürt habe.

In den siebziger Jahren gab es noch keine Tai Chi-Lehrer in Deutschland, also lernte ich es über viele Monate aus einem alten chinesischen Buch. Seither praktiziere ich Tai Chi regelmäßig. Bei verschiedenen Lehrern habe ich weitergelernt, und seit dreißig Jahren gebe ich selbst Tai Chi-Unterricht.
 


Was genau ist eigentlich Tai Chi?
Tai Chi (oder Taiji Quan) ist eine uralte Kampfkunst, die sich im Laufe der Jahrhunderte von einer effektiven Verteidigungsform zu einer meditativen Bewegungskunst entwickelt hat. Der Chen-Stil beinhaltet viele Kampfelemente, mit schnellen Bewegungen und explosiven Kraftentfaltungen. Der sich daraus entwickelte Yang-Stil ist sanfter, runder, ästhetischer.

Neben der Kräftigung der Muskeln, Sehnen und Gelenke wirkt Tai Chi auch auf der geistigen und spirituellen Ebene: Wir werden wacher, bewusster, stiller und zentrierter. Tai Chi ist ein idealer Weg, um mit zunehmendem Alter unsere Frische und Spannkraft, unsere Beweglichkeit und Heiterkeit zu bewahren. Dafür ist regelmäßige, am besten tägliche Übung nötig. Tai Chi ist eine Kunst, die Pflege und Liebe braucht.


Was können Sie in meinen Tai Chi-Kursen lernen?
Seit 30 Jahren gebe ich Tai Chi-Unterricht. Ich lehre den Yang-Stil, weil er die persönliche Entwicklung am meisten fördert. Folgende Formen können Sie bei mir lernen:



  • Faustform: Die Grundlage des Tai Chi bildet die Faustform, in der man lernt, sich mit bloßen Händen zu verteidigen. In der Faustform sind alle grundlegenden Tai Chi-Bewegungen enthalten. Die Bewegungen der Arme und Beine harmonieren dabei mit der Atmung; sie folgen dem Fluss zwischen Yin und Yang.
  • Schwertform: Die Schwertform ist die bekannteste und “edelste” Waffenform im Tai Chi. Sie besteht aus geschmeidigen und wirbelnden Bewegungsläufen und außerordentlich schönen Figuren (etwa: “der große Wagen” aus dem Sternenbild oder “Der Wind wirbelt die Lotosblätter auf”).
  • Fächerform: Die Fächerform ist eine aus dem Schwertkampf weiterentwickelte Form mit sowohl kämpferischen als auch tänzerischen Elementen. Dabei wird der Fächer peitschenartig geöffnet. Sie wird heute in China gerne geübt.
  • Doppelform: Die Vollendung des Tai Chi bildet die Doppelform - hier übt man mit einem Partner zusammen. Beide bewegen sich in wechselseitigem Angreifen und Abwehren. Wo sie sich berühren, ist der Kontakt (im Gegensatz zu härteren Kampfkünsten) sanft und respektvoll. In der gemeinsamen Bewegung lernen wir uns selbst und unser Gegenüber besser kennen. Im Kontakt mit dem Partner “begreifen” wir viele Bewegungen aus der Faustform besser. Außerdem macht es Spaß, sich gemeinsam zubewegen.

Teilnehmerkreis

Jede/r kann Tai Chi erlernen - jede/r kann von Tai Chi profitieren.

Wichtig ist nur, dass man Geschmack an den Bewegungen findet und die Geduld aufwendet, sie zu lernen.  Am Anfang braucht man etwas Zeit, um sich an die langsamen Bewegungen zu gewöhnen. Aber bald wird man sich mit der Ruhe anfreunden und die Leichtigkeit und Zentriertheit im Tai Chi genießen - und wird belohnt mit einer wunderbaren Übungsfolge, die ihn sein Leben lang begleitet.

Wer in der Nähe von Heidelberg bzw. Mannheim lebt, kann gerne zu einer Probestunde kommen. Weitere Informationen bezüglich der Termine, Veranstaltungsorte sowie Probestunden finden Sie unter der Rubrik KURSE.

 

Victor Chu
Dr. med. Dipl. Psych.
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