Familienstellen

Informationen / Wochenendkurse / Wochenkurse / Anmeldung

Was ist eine Familienaufstellung?

Wie kommen wir aus den seelischen Verstrickungen heraus, die uns an unsere Familie binden? Müssen wir uns von unserer Herkunft radikal abschneiden, um frei zu werden?

Dann stünden wir aber ohne Wurzeln und Rückdeckung in der Welt. Ist Einsamkeit der Preis für innere Freiheit? Können wir es schaffen, uns die Liebe und die Kraft aus unserer Herkunft zu erhalten und unser eigenes Leben frei führen?

"Man kann das Leben nur rückwärts verstehen,

aber leben muß man es vorwärts."

{ Kierkegaard }

Wie können wir wirklich geheilt werden? Vor dieser Frage stehe ich, seit ich mich mit Psychotherapie befasse. Mit den bisherigen Methoden konnte ich psychisches Leiden meist nur lindern, aber nicht heilen. Erst als ich vor etwa zwanzig Jahren auf das Familienstellen stieß, fand ich eine Möglichkeit, tief ins Familiensystem hineinzuschauen und traumatische Erfahrungen, die früheren Generationen zugestoßen sind, ausfindig zu machen und auf symbolische Weise zu heilen. Dadurch wird die heutige Generation entlastet. Der blockierte Fluss von Liebe und Lebensenergie kann dann durch die Generationen hindurch bis zu den heute Lebenden fließen. Auf diese Weise finden wir eine gute Verbindung zu unserer Herkunftsfamilie und können gleichzeitig unser eignes Leben frei führen.


Das Ziel der Familienaufstellung

  • Glücklich zu sein und ein erfülltes Leben zu führen ist das Ziel vieler Menschen.
  • Manchmal stehen aber familienbedingte Hindernisse im Wege.
  • Diese Hindernisse zu beseitigen und den Weg in eine unbeschwertere Zukunft zu bereiten, ist das Ziel des Familienstellens.

Wann kann eine Familienaufstellung helfen?

Diese Arbeit ist besonders hilfreich bei Problemen, die mit der Familiendynamik zusammenhängen:

  • Problemen in Liebe, Partnerschaft und Beruf
  • Finanziellen Problemen
  • Dem Gefühl, im Leben stecken zu bleiben, obwohl alles äußerlich stimmt
  • Konflikten mit den Eltern oder Geschwistern
  • Problemen mit den eigenen Kindern
  • Ungewollter Kinderlosigkeit
  • Patchwork-Familien
  • Psychischen Problemen
  • Sozialen Problemen (Einsamkeit, Außenseitersein, Mobbing, Helfersydrom)
  • Sexuellen Problemen
  • Süchten aller Art
  • Verlusten (z.B. Todesfälle in der Familie)
  • Traumata, Gewalt- und Missbrauchserfahrungen
  • Unverarbeiteten Kriegserlebnissen der Eltern oder Großeltern
  • Problemen aus Flucht, Vertreibung, Migration
  • Problemen aus der Wiedervereinigung
  • Chronischen Krankheiten
  • Schweren Krankheiten

Wie geht eine Familienaufstellung vor sich?

In der Familienaufstellung können die Teilnehmer ihre Herkunftsfamilie, ihre jetzige Familie oder ihre Liebesbeziehungen mit Hilfe anderer Gruppenmitglieder (“Stellvertreter”) im Raum aufstellen.

 

  • Die im Raum aufgestellten “Stellvertreter” erspüren spontan die Beziehungen in der Familie. Dadurch werden ungelöste Familienkonflikte sichtbar.
  • Wenn diese Konflikte ausgesprochen und gelöst werden, können die Familienmitglieder wieder frei werden und zueinander finden.

Die Familienaufstellung ist eine sehr befriedigende und bewegende Arbeit. Wir gewinnen dabei ein tiefes Verständnis für menschliche Beziehungen. Sie ist heute wohl die effektivste Methode, um unglückliche Lebensskripten zu ändern. Allerdings ist sie keine Allheilmethode und hat durchaus ihre Grenzen. Wie jede grundlegende Veränderung braucht sie Zeit und Geduld. Manchmal muss man warten, bis das gesamte Familiensystem bereit ist, sich zu verändern. Manchmal geht es nur Schritt für Schritt. Eine begleitende Einzeltherapie kann sinnvoll sein.

Teilnehmerkreis

Da die Familienaufstellung eine tiefgreifende Erfahrung darstellt, ist es günstig, wenn die Teilenhmer bereits über therapeutische Erfahrung verfügen. Wenn Sie sich gerade in Therapie befinden, holen Sie bitte das Einverständnis Ihres/Ihrer TherapeutIn ein, da die Arbeit in Ergänzung und nicht in Konkurrenz zur Einzeltherapie stehen soll. Menschen ohne Therapieerfahrung sind ebenfalls willkommen, sollten jedoch ausreichend psychisch und physisch stabil sein. Ich arbeite mit kleinen Gruppen mit maximal 15 TeilnehmerInnen, in denen jede/r drankommt und ausreichend Zeit für die eigene Aufstellung hat.

  • Vor- und Nachgespräche sind möglich und können mit dem Leiter telefonisch vereinbart werden.
  • Menschen, die diese Arbeit erst einmal kennenlernen, ihre früheren Erfahrungen auffrischen, sich fortbilden oder FreundInnen und Angehörige begleiten möchten, können als "beobachtende Teilnehmer" mitmachen, ohne selbst aufzustellen (siehe unten unter "Anmeldemöglichkeit A").
  • Wer langsam einsteigen möchte, kann die "Kombinierte Teilnahme" buchen: Im ersten Seminar stellt man noch nicht selbst auf, sondern macht nur als Stellvertreter in den Aufstellungen anderer Teilnehmer mit. Im zweiten Seminar kann man dann selbst aufstellen (siehe unten unter "Anmeldemöglichkeit C").
  • Neben Einzelteilnehmern sind Paare, Geschwister sowie Freunde und Freundinnen besonders willkommen.

Eine ausführliche Beschreibung des Familienstellens finden Sie in meinm Buch: Victor Chu, Neugeburt einer Familie, Familienstellen in der Gestalttherapie, Peter Hammer-Verlag 2008.

 

Anmeldemöglichkeiten

Sie haben drei Anmeldemöglichkeiten:

A) Als "beobachtender Teilnehmer" (ohne eigene Aufstellung): Kursbeitrag € 150,00

B) Als "aufstellender Teilnehmer" (mit eigener Aufstellung): Kursbeitrag € 320,00

C) Als Kombinierte Teilnahme mit Ermäßigung (Sie melden sich gleich zu zwei Terminen an. Am ersten Termin nehmen Sie teil, ohne selbst aufzustellen. So können Sie die Methode erst einmal in Ruhe kennenlernen. Am zweiten Termin können Sie dann selbst aufstellen.): Kursbeitrag € 390,00 für beide Seminare.


 

Victor Chu
Dr. med. Dipl. Psych.
Postadresse:
Dreikreuzweg 53
69151 Neckargemünd

Fon +49 1525 6103233
Fax +49 6226 40231
Kontaktformular
E-Mail v.chu@posteo.de
Web www.vchu.de